Werte. Dialog. Integration 2017-12-16T12:25:06+00:00

Werte.Dialog.Integration

Das Projekt „Werte.Dialog.Integration.“ ist so angelegt, dass es seine Wirksamkeit auf mehreren Ebenen entfaltet. Diese reichen vom einzelnen Teilnehmer an einem Wertedialog in einem der Integrationsprojekte über das Wertebündnis und seine Partnerinstitutionen bis hin zur Öffentlichkeit. Auf jeder dieser Ebenen betreffen die Projektziele, der Methodik und Funktionsweise des Wertedialogs folgend, das „Ich“ (Selbstreflexion), den „Anderen“ (Kennen und Verstehen), das „gemeinschaftliche Wir“ (Konsens und Unterschiede) und schließlich den Inhalt, den „Gegenstand“ (Klarheit und inhaltliche Tiefe) des Dialogs. Dem aktuellen Bestreben des Wertebündnisses Rechnung tragend, sich in werterelevanten gesellschaftspolitischen Fragen in Zukunft stärker zu positionieren, soll hier mit der beabsichtigten öffentlichen und der gesellschaftlichen Wirkung des Projekts begonnen werden.

Gesellschaft / Öffentlichkeit:  Das Projekt transportiert das spezifische Verständnis von Integration und von Wertebildung, das der Arbeit des Wertebündnis sowie der Initiative für Toleranz und Integration zugrunde liegen, nach außen. Integration wird dabei verstanden als ein Prozess des wechselseitigen Kennen- und Verstehen-lernens mit dem Ziel, Exklusion und Segregation aufzuheben und ein Zusammenwachsen von (kulturell) unterschiedlichen Gruppen innerhalb unserer Gesellschaft zu ermöglichen (vgl. Gesamtkonzept Initiative für Integration und Toleranz 2016, S.4f). Dieser gesamtgesellschaftlich anzulegende Prozess gelingt am besten, wenn er auf das Mensch-sein hinter der Kultur, der Sprache und anderen Identitätsmerkmalen blickt und nicht an abgeschlossen konstruierten Kulturbildern festhält, sondern Menschen unterschiedlicher Prägungen zu Akteuren dieses Prozesses macht.

Wertebildung im Sinne der Arbeit im Wertebündnis ist keine punktuelle Vermittlung bestimmter, festgelegter Wertvorstellungen, sondern eine offene und gemeinsame Auseinandersetzung mit der individuellen und kollektiven Deutung grundlegender Werte und ihrer Ausgestaltung im gesellschaftlichen Miteinander. Wertvorstellungen werden reflektiert, in Beispielen konkretisiert und in ihrer Wechselwirkung zu anderen Werten, mit denen sie im Zusammenhang stehen, reflektiert. Dabei werden konkrete Verhaltensweisen mit Blick auf ihre dahinter liegenden Werte durchleuchtet und in ihren unterschiedlichen Konsequenzen bewusst gemacht. Es handelt sich somit um einen dynamischen, ständig aufrecht zu erhaltenden Prozess, der nie abgeschlossen ist und gerade in einer Gesellschaft, die einem starken Wandel unterworfen ist, als möglichst breiter Diskurs geführt werden muss.

Wertebündnis: Der Wertedialog wird innerhalb des Wertebündnis als ein zentrales Element der stetigen gemeinsamen inhaltlichen Auseinandersetzung mit Werten angewandt und weiter entwickelt. Der Wertediskurs im Bündnis ist breit angelegt und bleibt auf Dauer lebendig und tiefgehend. Dem Wertebündnis als wachsendes Netzwerk und heterogene gesellschaftliche Gruppierung ist bewusst, wofür genau es steht und wofür nicht. Der Wertedialog bringt die Partnerinstitutionen näher zueinander und in Austausch miteinander und ermöglicht so eine vertiefte Kenntnis von- und ein besseres Verständnis füreinander.

Integrationsprojekte: Auf Projektebene befördert der Wertedialog eine intensive Auseinandersetzung und Verständigung über gemeinsame Ziele, Wertvorstellungen und zentrale Inhalte der einzelnen Integrationsprojekte (gerade zwischen unterschiedlichen Partnern) und bewirkt so eine größere inhaltliche Klarheit.

Das Projekt öffnet auch den Raum für den diesbezüglichen Austausch zwischen den Projekten mit dem Ziele einer größeren Kenntnis von der Arbeit der Anderen, um Schnittmengen ersichtlich und Kooperationen möglich zu machen.

Das Projekt liefert eine Methode bzw. methodische Ergänzung (im Folgenden näher dargestellt) für die wertebildende Arbeit in den einzelnen Integrationsprojekten – auf der Teilnehmer- und auf der Multiplikatoren- bzw. Projektmitarbeiterebene. Das Projekt schafft die Voraussetzungen dafür, dass mit dieser Methode auch über die Dauer des Projekts hinaus gearbeitet werden kann (vgl. Nachhaltigkeit).

Bündnispartner und Mitglieder: Das Projekt ermöglicht es den Wertebündnispartnern, ihren Mitarbeitern und Mitgliedern, sich im Austausch mit anderen Bündnispartnern wie auch innerhalb der eigenen Institution oder Organisation mit Wertvorstellungen und abstrakten Begrifflichkeiten auseinander zu setzen, die ihre (Projekt-)Arbeit prägen und ihr Selbstverständnis ausmachen. Über den Wertedialog erwächst eine stärkere Identifikation der Bündnispartner mit dem Wertebündnis, seinem Anliegen und der Initiative für Integration und Toleranz. Es entsteht eine lebendige Beziehung und eine stärkere Bindung der Bündnispartner, vor allem aber seiner Mitarbeiter und Mitglieder (nicht nur auf der Führungsebene) zum Wertebündnis und zur Stiftung Wertebündnis Bayern. Das Wertebündnis wirkt in die Institutionen hinein.

Teilnehmer der Integrationsprojekte: Teilnehmer der Integrationsprojekte sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund, die sich inhaltlich dem Thema Integration widmen und gleichzeitig Integration in den gemischten Gruppen auch selbst leben. Wer mehr oder weniger regelmäßig an ergebnisoffen gehaltenen Wertedialogen partizipiert, wird sich zunehmend eigener Wertvorstellungen bewusst, äußert und begründet sie und lernt die Wertvorstellungen anderer kennen und verstehen. Teilnehmer/innen hinterfragen und revidieren gegebenenfalls eigene Standpunkte und erschließen sich gemeinsam ein neues, vertieftes und erweitertes Verständnis von einzelnen Werten.

Angesichts eines konstruktiven Nebeneinanders sehr unterschiedlicher Sichtweisen und teils unvereinbar scheinender Vorstellungen, erwächst in diesem Prozess einerseits die Erkenntnis, dass es diese Gegensätze geben darf – wenn man sich darüber im konstruktiven Dialog befindet.

Andererseits entsteht so aber auch ein Verständnis für die Sinnhaftigkeit gemeinsamer Wertvorstellungen (z.B. Verfassungswerte) und die Bereitschaft, sie gemeinsam zu finden und festzulegen.

Insbesondere auf dieser Ebene zeigt sich, dass eine große Herausforderung im Projekt darin bestehen wird, eine Balance zwischen der Offenheit und Prozesshaftigkeit in der Auseinandersetzung mit Werten einerseits und der Orientierung an bestehenden Verfassungswerten andererseits zu finden, die Grundlage für ein funktionierendes demokratisches Gemeinwesen sind.

„Eine stetige Selbstvergewisserung über diese Werte ist elementar für eine gelingende Integration. Nur wenn unsere Gesellschaft – so pluralistisch sie auch jetzt bereits ist –, diesen demokratisch entwickelten Kern an grundlegenden Normen und Werten überzeugend vertritt und lebt, kann sie souverän mit zunehmender Vielfalt und Heterogenität umgehen und reagiert nicht mit Angst und Ablehnung auf Veränderung, sondern hat Platz für Andere.“ (Gesamtkonzept Initiative für Integration und Toleranz 2016)

Projektidee

Seit 2014 findet im Rahmen des Wertebündnis drei bis viermal jährlich das Format „Werte im Dialog“ statt, um dem Bedürfnis der Bündnispartner nach inhaltlicher Auseinandersetzung und Tiefe Rechnung zu tragen – ein ergebnisoffener Diskurs zu ethisch-philosophischen Fragestellungen zwischen Vertretern und Mitarbeitern von Wertebündnispartnern. Die Wertedialoge finden immer am frühen Abend, in einem angenehmen Rahmen und an wechselnden Orten statt – zumeist bei Wertebündnispartnern.

Gastgeber waren so bislang z.B. der Bayerische Rundfunk, die Kester-Haeusler-Stiftung, der Montessori Landesverband Bayern, die Bayerische Philharmonie oder die BMW Stiftung Herbert Quandt.

Thematisch deckten die bisherigen Wertedialoge bereits ein breites Spektrum ab – auffällig ist jedoch, dass das Thema Integration von Geflüchteten ausdrücklich oder implizit immer wieder stark präsent war:

  • Was heißt eigentlich Verantwortung?
  • Wieviel Individualität verträgt eine Gemeinschaft?
  • Wie tolerant sollte man sein?
  • Was macht die Heimat zur Heimat?
  • Wieviel Berufung steckt im Beruf?
  • Welche Bedeutung hat Kreativität für das Mensch-Sein?
  • Wie viel Gemeinsamkeit braucht Integration?

Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Format des Wertedialogs im Wertebündnis einerseits und mit der Methodik der ergebnisoffenen Gesprächsführung zu ethisch-philosophischen Fragestellungen im Feld der Wertebildung andererseits, entstand die Idee, den „Wertedialog“ als ein eigenes Projekt in die Initiative für Integration und Toleranz einzubringen.

Eine Besonderheit hierbei soll im übergreifenden Charakter des Projekts liegen. Es versteht sich gleichsam als Dienstleister und als verbindendes Element für die übrigen Integrationsprojekte, wirkt aber auch in die breite Öffentlichkeit hinein. Dazu setzt der Wertedialog in unterschiedlicher Weise auf verschiedenen Ebenen an und kann den Zielgruppen (Projektteilnehmer, Wertebündnis Bayern, breite Öffentlichkeit) und den jeweiligen Projektkonstellationen entsprechend eingesetzt werden.

Zur Methode des Wertedialogs

Der Wertedialog ist im Kern ein moderiertes, ergebnisoffenes Gespräch zu einer ethischen oder philosophischen Fragestellung im Zusammenhang mit einem bestimmten Wert – wobei der Begriff hier bewusst weit gefasst ist und Güter, Tugenden, Normen etc. einschließt. Diese Art von Gesprächen, eine Weiterentwicklung des Konzepts Sustained shared Thinking, also nachhaltiges gemeinschaftliches Nachdenken, kann in verschiedenen Lebensphasen und Situationen hilfreich sein. Doch besonders in Veränderungs- und Umbruchs- und Krisensituationen eines Einzelnen, in Gruppen oder der Gesellschaft entfalten diese Gespräche eine hohe Wirksamkeit, weil existentielle Fragen und Sinnfragen hier virulent werden und das Bedürfnis nach Antworten sehr hoch ist.

Da philosophische Fragen nur sehr bedingt mit Wissen beantwortet werden können und den Teilnehmern an solchen Gesprächen somit keine zufriedenstellenden Antworten „geliefert“ werden können, sind sie selbst sehr stark gefordert, das Gespräch als Gelegenheit zu nützen, ihre eigenen Antworten auf diese Fragen zu finden. Der Wertedialog bietet hierfür den Rahmen.
Entscheidend für das Gelingen eines Wertedialogs ist die philosophische Leitfrage. Sie ist zugleich Gesprächsanlass und der Wegweiser, an dem man sich im Laufe des Gesprächs immer wieder orientieren kann. Sie beantwortet die Frage: „Was wollen wir wissen?“ und berücksichtigt damit stets den ursprünglichen Erkenntnisdrang der Teilnehmer/innen. Um den Bezug zur Lebenswirklichkeit und damit das Interesse der Teilnehmer und eine intensive persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu gewährleisten, ist es am besten, die konkrete Fragestellung gemeinsam zu entwickeln und zu formulieren bzw. die Fragen der Teilnehmenden direkt aufzugreifen. Denn der eigentliche Ausgangspunkt und der „Stoff“ des Gesprächs sind die Erfahrungen, Sichtweisen und Argumentationen der Teilnehmenden.
Philosophische Fragen sind keine Wissensfragen, auf die man die Antwort nachschlagen kann, es gibt noch nicht einmal „die eine richtige Antwort“ auf eine philosophische Frage. Das bedeutet zweierlei: man findet in unterschiedlichen Lebensphasen auf eine Frage wie „Welche Bedeutung hat Glück für das menschliche Leben?“ oder „Welche Grenzen hat Toleranz?“ verschiedene „richtige“ Antworten – und es können die Teilnehmer eines Wertedialogs am Ende ganz unterschiedliche Erkenntnisse gewonnen haben. Weiterhin sind philosophische Fragen immer auf das „Ganze“ ausgerichtet. Sie fragen nach der Existenz oder nach dem Sinn eines Phänomens, nach der eigentlichen Bedeutung eines Begriffs oder dem Wesenskern eines Werts. Sie sind so Ausdruck des Strebens der Philosophie, und letztlich des Menschen, nach tiefer gehender Wahrheit, Erkenntnis.
In der Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen von Kindern im Kindergartenalter bis hin zu Erwachsenen zeigen sich immer wieder ähnliche Wirkungen und Effekte solcher Gespräche, gleich ob sie punktuell oder über einen längeren Zeitraum angewandt werden. Sie sollen an dieser Stelle einfach thesenartig genannt werden. Einige davon verdeutlichen die Eignung der Methode für die Wertebildung im Sinne der Arbeit des Wertebündnis – andere hingegen sprechen für einen Einsatz der Methode im „Arbeitsfeld Integration“.

  • Die Teilnehmenden zeigen ein verändertes Zuhörverhalten. Sie sind geduldiger, aufmerksamer und interessierter.
  • Die Fähigkeit und die Bereitschaft, eigene Standpunkte zu formulieren und zu begründen, nehmen zu.
  • Der aktive Wortschatz der Teilnehmenden wird umfangreicher und sie gebrauchen Sprache bewusster.
  • Die Gesprächsbeteiligung anfangs eher zurückhaltender Teilnehmerinnen und Teilnehmer nimmt zu.
  • Die Bereitschaft und Fähigkeit zum problemlösenden Denken und zum Finden von kreativen Lösungsansätzen steigt.
  • Die Teilnehmer kennen sich selbst, ihre Prägungen, Überzeugungen und Wertvorstellungen besser. Sie sind reflektierter.
  • Im Gespräch üben sich die Teilnehmer in Respekt, Empathie, Toleranz und Wertschätzung. Diese oft abstrakten Haltungen werden erlebbar.
  • Die Methode ermöglicht positive Selbstkonzepte und Kompetenzerleben. Teilnehmer vertrauen zusehends ihrem eigenen Urteil.
  • Das Setting und die Methode ermöglichen ein friedliches und konstruktives Nebeneinander von sehr konträren Ansichten und Standpunkten und wirken präventiv in Konfliktsituationen.
  • Teilnehmer schulen ihre Denkfähigkeiten, d.h. ihr abstrakt-logisches, ihr analytisches und ihr kreatives Denken.
  • Die Fähigkeit und Bereitschaft, sich in andere Perspektiven hineinzudenken, steigen.

Wenngleich der Wertedialog im Kern ein spezifisch moderiertes Gespräch ist, dürfen sich die Ausdrucksmöglichkeiten für die Gesprächsteilnehmer gerade im Hinblick auf den Integrationskontext nicht auf den sprachlichen Ausdruck beschränken. Im Gespräch kommen daher, ähnlich wie bei Kindern im Elementarbereich „Gesprächswerkzeuge“ in Form von Symbolen zum Einsatz. Um das Mitdenken und Verstehen zu erleichtern, bieten sich auch Methoden der simultanen visuellen Dokumentation an (z.B. Graphic Recording).

Was die Ablaufstruktur der Wertedialoge angeht, kommt insbesondere im Kontext der Wertebildung in heterogenen Gruppen der Gesprächseröffnung (thematischer Einstieg mit Lebensweltbezug) und der Übersetzung der Erkenntnisse aus dem Gespräch ins Handeln große Bedeutung zu. Die Dauer der einzelnen Phasen richtet sich nach dem zu Verfügung stehenden Rahmen und dem tatsächlichen Gruppenprozess und Gesprächsbedarf der Teilnehmer/innen. Ein typischer Ablauf eines Wertedialogs sieht demnach in etwa aus wie folgt.

Dialogphase                                                               

Einstieg / Gesprächseröffnung (10 Minuten)
Formulierung der philosophischen Frage (5 Minuten)
Moderierte Gesprächsphase (45 Minuten)
Reflexion des Gesprächsverlaufs (10 Minuten)
Handlungsorientierter Ausstieg (20 Minuten)

Die Wertedialoge sollen nach Möglichkeit nicht als Einzelveranstaltungen, sondern als Serien von 3 bis 10 Gesprächen stattfinden. Thematisch können diese Workshops entweder unterschiedliche Begriffe und Fragstellungen in den Blick nehmen (Toleranz, Freiheit, Gerechtigkeit, Glück, Heimat, Familie, Verantwortung etc.) oder aber mehrere Fragestellungen zu einem Überthema behandeln – je nach Schwerpunktsetzung des jeweiligen Projekts.

Die Gesprächseröffnung, der „Einstieg“, erfolgt in der Regel mit Hilfe eines oder mehrerer geeigneter Medien oder Methoden, welche die Teilnehmer in die Gesprächssituation und auf das Thema einstimmen und einen (aktuellen) Bezug zu eigenen Erfahrungen der Teilnehmer herstellen:

  • ausgelegte Bilder und Gegenstände
  • Geschichten und Zitate
  • Bilderbücher
  • Konzentrations- und Meditationsübungen
  • Filme und Videos
  • Rollenspiele und Dilemmata
  • Musik und Poetry Slam
  • Gedankenexperimente

Im besten Fall verursachen diese Einstiege in Kombination mit dem Thema bzw. der Fragestellung, um die es geht, das Gefühl von „Un-Stimmigkeit“ oder eine leichte Irritation, machen neugierig und werfen von selbst Fragen auf. Besonders bei erwachsenen Teilnehmern ist dieser erste Schritt essentiell für ein fruchtbares Gespräch, weil ihnen erfahrungsgemäß das Hinterfragen von vermeintlich Selbstverständlichem oder von bewährten Erfahrungen schwerer fällt als Kindern.
Nach dem Einstieg präsentiert die Gesprächsleitung eine passende, entweder im Vorfeld entstandene oder überlegte philosophisch-ethische Fragestellung. Alternativ findet mit erfahrenen Teilnehmenden eine Frageentwicklung statt, an deren Ende eine Abstimmung mit geschlossenen Augen steht.

In der Gesprächsphase unterstützt die Gesprächsleitung die Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit Impulsen und Rückfragen dabei, ausgehend von der Einstiegsfrage Antworten und jeweils eigene oder aber auch gemeinsame Erkenntnisse zu finden. Gearbeitet wird dabei mit Instrumenten wie der Begriffsanalyse, Vergleichen, Beispielen und Erfahrungen der Teilnehmenden. Das Gespräch bewegt sich dabei von konkreten Beobachtungen und Meinungen hin zu begründeten, abstrakten Standpunkten und (möglichst) allgemeingültigen Erkenntnissen. Das Gespräch wird auf inhaltlicher Ebene entweder mit einem Rückbezug auf die Eingangsfrage, mit einer Gesprächszusammenfassung durch die Gesprächsleitung oder mit einer Abfrage/Dokumentation des individuellen und/oder gemeinsamen Gesprächsergebnisses zum jeweiligen Zeitpunkt abgeschlossen.

Direkt nach dem Gespräch findet eine Metareflexion statt, die sich auf den Gesprächsverlauf, die Beteiligung der Teilnehmenden und die Gesprächsatmosphäre bezieht. Auch ein Feedback an die Gesprächsleitung ist hier denkbar. Ziel der Metareflexion, die entweder kurz in Form einer „Daumenauswertung“ oder ausführlicher in Gesprächsform stattfinden kann, ist es, den Teilnehmenden ihre Mitverantwortung für das Gespräch bewusst zu machen und einen Entwicklungsprozess in der Gruppe anzustoßen, der künftige Gespräche (noch) besser gelingen lässt.

Den Ausklang eines Wertedialogs bildet immer die Übertragung des Gedachten und Erkannten in Handlungsmöglichkeiten, der philosophierte Wert wird erlebbar gemacht, in den Alltag übersetzt. Ergebnisse in diesem Sinne können konkrete Aktionen, Projekte, verhaltensverändernde Vorsätze, Regeländerungen in einer Gruppe etc. sein. Auf diese Weise wirkt das Thema über die Grenzen des Gesprächs hinaus. Konkrete Erfahrungen mit der Handlungsorientierung von Philosophischen Gesprächen in Bezug auf Wertebildung hat die Akademie Kinder philosophieren bereits im Projekt „Junge Vor!Denker“ (Projektpartner: Eberhard-von-Kuenheim Stiftung) gemacht, wo im Sinne der Bildung für Nachhaltige Entwicklung eine enge Verzahnung von Philosophieren und Projektarbeit mit den Kindern und Jugendlichen stattfand. Auf der Basis von gemeinsam entwickelten Werten und Überzeugungen im Rahmen solcher Projekte kann werteorientiertes Denken und Handeln Grundprinzip einer Gesellschaft der Zukunft werden.

Eignung der Methode für die Wertebildung

Die große Schwierigkeit dabei, eine wirklich funktionierende Methode für die Wertebildung zu finden, besteht darin, dass zwischen dem Wissen um richtiges oder gutes Handeln und dem tatsächlichen Handeln im Sinne dieses Wissens keine zwingende Verbindung besteht. Viele Menschen wissen, wie sie in bestimmten Situationen handeln sollten – tun es aber nicht. Eine Wertebildung, die also in erster Linie auf ein Vermitteln der Maßstäbe für bzw. das Wissen um richtiges Handeln setzt, also informiert, erklärt und begründet, greift zu kurz. Wichtig ist es an dieser Stelle daher auch, den Blick auf Wirkungen und Konsequenzen von Handlungsweisen zu richten.

Andererseits findet Wertebildung gerade bei Kindern und Jugendlichen dauernd statt. Von frühester Kindheit an sind wir mit Situationen konfrontiert, in denen wir zwischen zwei oder mehreren Handlungsoptionen entscheiden müssen. Wir machen Erfahrungen, wiederholen erfolgreiches Handeln oder handeln anders, als wir sollten, obwohl wir um die negativen Konsequenzen wissen. Hinter all diesen Verhaltensweisen stecken Werte, die wir uns nach und nach aneignen, indem wir sie einüben, bestimmten Werten immer wieder den Vorzug vor anderen geben – zumeist allerdings unbedacht, unbewusst und unabsichtlich. Neben unseren Erfahrungen suchen wir uns auch andere Orientierungshilfen: Eltern, Lehrkräfte, Geschwister oder Freunde, deren Verhalten für uns Vorbildcharakter hat, oder aber Institutionen wie die Kirche oder die Familie, die ein Wertegerüst vorgeben. Allerdings gibt es in unserer Gesellschaft nicht ein oder ein paar Wertesysteme sondern unzählige. Jeder von uns bewegt sich ständig in unterschiedlichen Bezugssystemen, wie Familie, beruflichem Umfeld, Freundeskreise, Parteien, Verbände, kirchliche Gemeinden etc. in denen wir mit jeweils unterschiedlichen Wertesystemen konfrontiert sind. Beinahe immer und selbst im selben Bezugssystem unterscheiden sich zudem die Bedeutungen von Begriffen wie Freiheit, Toleranz oder Respekt, oftmals ohne dass diese Bedeutungsunterschiede jemals reflektiert oder thematisiert werden.

Zur Eignung des Wertedialogs als Methode und Rahmen für den Prozess der Wertebildung beim Einzelnen und in heterogenen Gruppen lässt sich nun Folgendes sagen: Zum einen ermöglicht er die Bewusstmachung von Bedeutungsunterschieden und ein konkretes, aber dynamisches Wissen über die inhaltliche Bedeutung von Werten in unterschiedlichen Bezugssystemen.

Das Philosophieren als denkerische und sprachliche Tätigkeit unterstützt dabei, moralische Kompetenzen wie Urteilen, Bewerten, Vergleichen, einen eigenen Standpunkt einnehmen, Begründen, Handlungen analysieren und Vorurteile reflektieren, zu entwickeln und zu schulen.

Im philosophischen Gespräch als Prozess, in dem das gemeinsame Nachdenken im Mittelpunkt steht, werden Werthaltungen ausgebildet, die für ein wertorientiertes Handeln zentral sind: Wertschätzung, Vertrauen, kritisches Hinterfragen, Urteilsfreudigkeit, Offenheit für andere Standpunkte, die Bereitschaft, für den eigenen Standpunkt einzustehen oder aber ihn zu überdenken bzw. zu verändern.

„In einem Dialogprozess soll zunächst gegenseitiges Kennenlernen und Verstehen gefördert werden. Potentielle Vorurteile werden in einem von Respekt und Vertrauen geprägten Klima abgebaut, Toleranz wird gefördert. Unterschiedliche Weltanschauungen, Wertvorstellungen oder Gepflogenheiten werden thematisiert und in ihren Potentialen wahrgenommen.“

(Gesamtkonzept Initiative für Integration und Toleranz 2016)

Insbesondere jedoch zeichnet den Wertedialog zweierlei aus: er gewährt zunächst einen sicheren Rahmen (geschützter Raum ohne Bewertung von Leistungen oder Äußerungen) und damit eine große Freiheit im Denken und Sprechen. Zum Anderen aber eine große Ernsthaftigkeit und Authentizität. Denn anders als in Plan- oder Rollenspielen beispielsweise ist beim Philosophieren alles echt, von der Entstehung und der Äußerung von Gedanken bis hin zum Umgang mit den Gesprächspartnern. So werden Werthaltungen erlebt und eingeübt, die, je länger und intensiver diese Einübung passiert, nach und nach auch außerhalb des Wertedialogs wirksam werden.

Ein in diesem Sinne gelingender Wertedialog bedarf der Unterstützung einer geschulten Gesprächsleitung, die das Gespräch subjektorientiert und ergebnisoffen moderiert und in die Tiefe führt, d.h. einen Gesprächsrahmen schafft, der Freiraum bietet für neue Erkenntnisse Einzelner und einer Gruppe. Anstelle Antworten zu geben, unterstützt die Gesprächsleitung durch Nachfragen und Hinterfragen, gibt neue Denkanstöße, motiviert dazu, Sachverhalte genau zu durchdenken und das Wesentliche hinter den Beobachtungen und Meinungen zu entdecken. Die Ausbildung zur Gesprächsleitung wird von der Akademie Kinder philosophieren angeboten, umfasst derzeit 4 Ausbildungsmodule und läuft über einen Zeitraum von etwa sechs bis zwölf Monaten.

Projektumfang und Teilprojekte

Das Projekt „Werte. Dialog. Integration.“ bewegt sich zur Erreichung der eingangs aufgezeigten Zielsetzungen in drei unterschiedlichen Kontexten:

  • Teilprojekte der Initiative für Integration und Toleranz
  • Wertebündnis Bayern mit seinen Bündnispartnern
  • Öffentlichkeit und Gesellschaft

Aus diesen drei Kontexten ergeben sich entsprechende Aufgabenpakete bzw. Teilprojekte:

  • Das Projektteam begleitet und unterstützt die Akteure der einzelnen Integrationsprojekte mit eigens dafür ausgebildeten Referentinnen und Referenten dabei, den Wertedialog als inhaltliches und methodisches Element sinnvoll in ihr Projekt zu integrieren und gewinnbringend im Sinne der Teilnehmer und der jeweiligen Projektziele einzusetzen.
    • Es ist Aufgabe der Projektleitung, im Austausch mit den jeweils Verantwortlichen den passenden zeitlichen und thematischen Zuschnitt für die Zielgruppen zu finden und die Wertedialoge mit geeigneten Referenten durchzuführen.
    • Nach Bedarf und auf Anregung der Stiftung Wertebündnis finden auch Wertedialoge für Projektverantwortliche und Projektmitarbeiter statt, sowohl innerhalb der Projekte als ggf. auch projektübergreifend.
    • Weiterhin werden im Rahmen des Projekts interessierte und geeignete Multiplikatoren zu Gesprächsleitungen für den Wertedialog ausgebildet, um die Methode eigenständig in ihren Projekten und darüber hinaus weiter einsetzen zu können.
    • Eine weitere Aufgabe der Projektleitung wird es sein, die durchgeführten Wertedialoge mit der Unterstützung der Multiplikatoren in geeigneter Weise so zu dokumentieren, dass die Ergebnisse der Projektarbeit künftig vielfach und breit genutzt werden können. Geplant ist eine Mischung aus einer online-Datenbank, einem Nachschlagewerk (Wiki) und einem Forum, wo eine Vielzahl an Gesprächseröffnungen und Handlungsmöglichkeiten zu den verschiedensten Werten und Zielgruppen einfach, schnell und gezielt abgerufen und weiterentwickelt werden können. So gehen wertvolle Erfahrungen und bewährte Herangehensweisen nicht verloren und der Aufwand für die Multiplikatoren bei der Vorbereitung von Wertdialogen wird auf ein Mindestmaß reduziert.
  • Im Wertebündnis finden
    • weiterhin regelmäßig Wertedialoge statt, die den Mitgliedern und Mitarbeiter/innen aller Wertebündnispartner offenstehen.
    • Es ist zudem geplant, zumindest einmal jährlich einen gemeinsamen Wertedialog mit dem Sprecherrat des Wertebündnis und dem Kuratorium der Stiftung Wertebündnis stattfinden zu lassen.
    • Darüber hinaus besteht für einzelne Bündnispartner die Möglichkeit, über das Projekt einmalig einen internen Wertedialog zu einem frei gewählten Thema zu veranstalten.
  • Ein wesentliches Betätigungs- und Wirkungsfeld im Projekt ist die breite Öffentlichkeit. Hier sind unterschiedliche Maßnahmen und Aktivitäten geplant:
    • Wertepodium: öffentliche Podiumsdiskussion im Einklang mit dem Konzept des Wertedialogs,
    • Begleitung des Projekts durch feste Medienpartner,
    • Projekthomeopage.

Projektstruktur

Die Projektlaufzeit beginnt am 15.12.2016 und endet am 31.12.2017. Die Projektleitung liegt bei der Akademie Kinder philosophieren.

Der Steuerungsgruppe des Projekts „Werte.Dialog.Integration.“ gehören neben der Projektleitung Julia Blum-Linke, der Akademieleitung Christophe Rude auch die Vertreterinnen zweier der beiden Projektpartner an: Karin Wolfrum von der Kester-Hauesler-Stiftung und Wibke Stock vom Montessori-Landesverband Bayern. Dieser Kreis kann je nach Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit erweitert werden. In regelmäßigen Abständen wird auch ein/e Vertreter/in der Stiftung Wertebündnis Bayern zu den regelmäßigen Treffen des Koordinationsteams eingeladen.

Die Projektleitung kümmert sich im Wesentlichen um die Verortung der Wertedialoge in den Integrationsprojekten, die Koordination der eingesetzten Referenten, die Weiterbildungen für Multiplikatoren, die Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, die Pflege der Internetpräsenz sowie die offenen Wertedialoge im Wertebündnis. Sie hat zudem koordinierende Funktion für alle anderen Arbeitsbereiche. Die Akademieleitung unterstützt die Projektleitung bei all ihren Tätigkeiten und dient als Schnittstelle zum Wertebündnis, insbesondere zu Sprecherrat und Kuratorium sowie den beteiligten Partnerinstitutionen. Beide werden unterstützt von einer Sachbearbeitung, die der Projektleitung organisatorisch und bei der Abrechnung des Projekts zur Seite steht.

Die Vertreterin der Kester-Haeusler-Stiftung unterstützt die Projektleitung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Durchführung der Wertedialoge im Wertebündnis. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf den Medienkontakten und der Organisation des Wertepodiums in der zweiten Jahreshälfte2017.

Die Vertreterin des Montessori-Landesverbands knüpft und hält Kontakte zu den einzelnen Integrationsprojekten und zu interessierten Wertebündnispartnern, um die Wertedialoge in Form von Schnupperworkshops auch in die einzelnen Institutionen zu bringen. Sie unterstützt die Projektleitung zudem bei der Durchführung von einzelnen Wertedialogen in den Integrationsprojekten.

Die Dokumentation des Projekts erfolgt durch eine Internetpräsenz sowie durch die oben ausgeführte geplante Online-Datenbank.

Zeitliche Planung

ab 15.12.2016

  • Detailkonzeption, Zuteilung von Aufgaben und Arbeitspaketen, Arbeitsweise in der Steuerungsgruppe
  • Kontaktaufnahme zu und inhaltliche Auseinandersetzung mit den einzelnen Integrationsprojekten
  • Konzipierung der Internetpräsenz

ab 01.01.2017

  • Erstellung der Internetpräsenz
  • Entwicklung und Erprobung der Online-Datenbank
  • Start der regelmäßigen Wertedialoge im Wertebündnis (4 x jährlich) und bei den Wertebündnispartnern (nach Bedarf)
  • Erste Angebote von eigens konzipierten Wertedialog-Formaten in den Integrationsprojekten
  • Kontinuierliche Berichterstattung durch Medienpartner

ab 01.04.2017

  • Multiplikatoren-Ausbildung hat begonnen
  • Weitere Angebote in den Integrationsprojekten der Initiative für Integration
  • Öffentlich Wertepodium
  • Veröffentlichung und Ausbau der Online-Datenbank

bis 31.12.2017

  • Wertedialog mit Kuratorium und Sprecherrat
  • Weitere Angebote in den Integrationsprojekten der Initiative für Integration und Toleranz sind umgesetzt
  • Fertigstellung der Onlinedatenbank, kontinuierliche Pflege
  • Abschluss der Multiplikatoren-Ausbildung

Evaluation

Die Stiftung Wertebündnis Bayern finanziert die Evaluation der Gesamtinitiative für Integration und Toleranz sowie aller Einzelprojekte. Die am Projekt „Werte.Dialog.Integration.“ beteiligten Partner kalkulieren Zeitbudgets für die Kooperation mit dem Evaluationsteam des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) ein und tragen zum Gelingen einer aussagekräftigen Evaluation bei.

Literatur

  • Akademie Kinder philosophieren/Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung (2014): Trainerhandbuch „Junge Vordenker“ – Philosophieren zu Themen der Nachhaltigkeit und zu Zukunftsfragen.
  • Rude/Simbeck/Witt-Kruse/Zeitler (2007): Praxisleitfaden Kinder philosophieren
  • Rude (2011): Von Grundlagen, Methodik und Wirkung der philos. Gesprächsführung (Aufsatz aus „Gedanken teilen“)
  • Wertebündnis Bayern (2016): Gesamtkonzept Initiative für Integration und Toleranz (www.wertebuendnis-bayern.de/projekte/initiative-fuer-integration-und-toleranz/).

Um die Nachhaltigkeit des Projekts zu gewährleisten, werden innerhalb des Wertebündnis Bayern und seiner Integrationsprojekte möglichst viele Multiplikatoren dazu befähigt, selbst Wertedialoge in unterschiedlichen Kontexten mit unterschiedlichen Zielgruppen durchzuführen.

Die geplante Online-Datenbank sichert, dokumentiert und verbreitet die Methode des Wertedialogs, die im Projekt erarbeiteten Gesprächsanlässe, philosophischen Fragestellungen sowie die Anregungen zur Handlungsorientierung aus der Projektarbeit. Sie werden all jenen zugänglich gemacht, die bereits jetzt (und auch künftig) mit der Methode des philosophischen Gesprächs in der Wertebildung arbeiten. Die Akademie Kinder philosophieren pflegt und befüllt die Datenbank nach Projektende weiter und sorgt dafür, dass sie weiterhin von den relevanten Zielgruppen wahrgenommen werden kann. Auch die entstehende Homepage samt dem zugehörigen Projekt-Blog werden von der Akademie Kinder philosophieren im Rahmen ihres Engagements im Wertebündnis weiter gepflegt.

Auch nach Projektende wird der Wertedialog mit Unterstützung der Stiftung Wertebündnis Bayern als Veranstaltungsformat im Wertebündnis eingesetzt, um die inhaltliche Auseinandersetzung der Bündnispartner mit Wertethemen weiter zu befördern

Akademie Kinder philosophieren der gfi gGmbH

Infanteriestraße 8
80797 München

Tel.: +49 89 44108-520
Fax: +49 89 44108-525
E-Mail: akademie(at)kinder-philosophieren.de
Internet: www.kinder-philosophieren.de

Hier das Projektkonzept  „Werte. Dialog. Integration.“ downloaden.