Selbstbestimmung und Integration 2017-12-16T12:17:52+00:00

Selbstbestimmung und Integration

Wie sollen geflüchtete Menschen und Einheimische sich kennenlernen? Wie kann man Foren schaffen, in denen es Möglichkeiten gibt, dass sich Menschen begegnen können, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen? Wie kann man bewirken, dass dies nicht nur an einem Abend geschieht, sondern dass dies längerfristig Bestand haben kann? Welches Wissen kann aus einem solchen Versuch der aktiven Begegnung gezogen werden? Können, neben den Erfahrungen für die Einzelnen, daraus Erkenntnisse für die Politik, die Politische Bildung, die Wissenschaft, die Musik oder auch die Gesellschaft gezogen werden? Wie kann auch politische Integration gelingen und wie können aus Geflüchteten selbstbestimmte, ihre Angelegenheiten mitbestimmende Staatsbürger werden?

Zusätzlich zu den Inhalten und Themen rund um die Integration steht daher auf dem Auftaktkongress die Förderung persönlicher Kontakte im Mittelpunkt. Wir wollen durch Interaktion, Partizipation, Erfahrung und das Kennenlernen der jeweils anderen Kultur Integrationsmöglichkeiten schaffen, die nicht nur für die Geflüchteten, sondern auch für die Einheimischen wertvoll sind. Integration funktioniert niemals einseitig. Nur wenn beide Seiten darauf hinarbeiten kann dies gelingen.

Dieser Kongress soll nicht zuletzt dazu beitragen, selbstbestimmt, eigenverantwortlich und selbstreflexiv mit sich wandelnden gesellschaftlichen Herausforderungen umzugehen. Um diese Ziele erreichen zu können, muss das Zusammenleben in unserer Gesellschaft als ein Miteinander erlebt werden, es soll als Lebensform erfahrbar werden, wie Himmelmann konstatiert: „Es geht […] nicht um ‚Belehrung‘, sondern um die Ermöglichung der Sammlung von konkreten ‚Erfahrungen‘ mit Demokratie in der vielfältigsten Form und es geht um das ‚Wachstum dieser Erfahrung’…Gemeint ist dabei die ‚face-to-face‘-Ebene der Demokratie“ (Himmelmann 2006: 77f)

Studien des Politikwissenschaftlers Robert D. Putnam haben gezeigt, dass soziales Kapital, also die „Ressourcen, die mit dem Besitz eines dauerhaften Netzes von mehr oder weniger institutionalisierten Beziehungen gegenseitigen Kennens oder Anerkennens verbunden sind“ (Bourdieu 1983:190f) entscheidend ist für das Funktionieren einer Demokratie und dass etwa Mitgliedschaften in Vereinen, Orchester, Chorgruppen, Kegelclubs etc. die Wahrscheinlichkeit politischer Beteiligung erhöhen. Bedenklich ist daher die allgemein zu beobachtende Individualisierung in westlichen Gesellschaften, die mit einer generellen Abnahme des sozialen Kapitals einhergeht. Persönliche Kontakte mit Einheimischen und gemeinsame Aktivitäten, in einem nächsten Schritt auch durch Mitgliedschaften, sind also unverzichtbar, wenn Integration auf Dauer gelingen soll.

Um dies zu präzisieren haben wir folgende Fragen gestellt: Wie kann die Distanz zwischen Einheimischen und Geflüchteten aufgehoben werden? Wie kann ein Austausch auf gleicher Augenhöhe stattfinden? Wie können auch zufällige Begegnungen stattfinden? Wie kann ein Veranstaltungsformat so gestaltet werden, dass es den Bedürfnissen des alltäglichen Lebens der jungen Menschen möglichst weit entgegenkommt? Wie kann erreicht werden, dass daraus etwas Langfristiges entsteht?

Da soziale Kontakte alleine nicht ausreichen, hat der Kongress auch eine zentrale inhaltliche Botschaft: Neben den notwendigen Informationen über Politik, Geschichte und Gesellschaft soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch die Erfahrung der Möglichkeit eines offenen und freien Lebensstils ermöglicht werden (Dewey 1993). Ein weiteres Ziel ist es, Anerkennung für die jeweils andere Kultur zu gewinnen. Erst wenn sich Menschen in ihrer Kultur als anerkannt betrachten, ist ein Prozess der Integration möglich (Taylor 1997, S. 13/14); das heißt erst dann können sie aufeinander zugehen.

Zudem können sich in Musikworkshops Menschen unterschiedlicher Kulturen begegnen, ohne mit der Sprachbarriere konfrontiert zu sein. Über die Musik können Gemeinsamkeiten geschaffen werden, die zu längerfristigen Verbindungen führen können. Darüber hinaus können in diesem Projekt auch künstlerisch orientierte Menschen ihre Vorstellungen in der Konzeption eines Kongressplakates einbringen, welches an der Kunsthochschule in München umgesetzt wird.

Um die nachhaltige Wirkung des Kongresses und Nachfolgeveranstaltungen sicherzustellen, werden junge Menschen im Laufe des Jahres 2017 zu Multiplikatoren ausgebildet, um selbst Integrationsworkshops anbieten zu können. Genauso sollen die teilnehmenden Zugewanderten dazu befähigt werden, das erworbene Wissen und ihre Erfahrungen an ihr soziales Umfeld weiterzugeben. Insgesamt sind 18 Workshops von jeweils 4 Unterrichtseinheiten (zu je 45 Min.) geplant. Unterstützend wird ProjectTogether nach dem Integrationskongress Telefoncoaching für die Multiplikatoren anbieten. Alle Teilnehmenden sollen das Gefühl erhalten, selbst zu ihrer Zukunft und zur Zukunft dieser Gesellschaft etwas beitragen zu können. Denn die „Leidenschaften des Herzens, die Gedanken des Geistes, die Lust der Sinne“ (Hannah Arendt) finden ihren demokratischen Ausdruck in der Begegnung von Vielfalt und treiben diese voran.

Projektidee

Die für das Projekt „Selbstbestimmung und Integration“ verantwortlichen Wertebündnispartner widmen sich seit jeher der Förderung der Demokratie. Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation soll der Ansatz der Demokratieförderung und der gesellschaftlichen Teilhabe aller Menschen auf die spezielle Zielgruppe der Zugewanderten ausgeweitet werden.

„Die Grundlage für ein gelingendes Zusammenleben ist dabei ein gemeinsames Verständnis über Grundwerte des friedlichen, respektvollen, demokratischen Miteinanders. Deshalb ist es sowohl für diejenigen, die schon lange in Bayern leben, als auch für diejenigen, die neu aus anderen Ländern zu uns kommen, wichtig, einerseits Spannungen aushalten zu können, andererseits sich aber auch der eigenen Wertebasis bewusst zu sein und unser freiheitlich-demokratisches Modell des Zusammenlebens zu vertreten.“ (Gesamtkonzept Initiative für Integration und Toleranz 2016)

Konkrete Ausführung

Am Kongress sollen ca. 60 – 80 Jugendliche und junge Erwachsene teilnehmen. Es werden tagsüber parallel fünf Workshops stattfinden und zwar in drei Panels. 12 Workshops betreffen die gesellschaftliche und politische Bildung. Drei Workshops widmen sich der Musik. Eine gemeinsame Abschlussveranstaltung in Form eines Konzertes mit europäischer und außereuropäischer Musik im Plenum (Junge Münchner Symphoniker/AsylArt) rundet den Kongress ab.

Programm/Zeitlicher Rahmen für den Integrationskongress am 18.03.2017

Beginn: 12.00 Uhr, Evangelische Stadtakademie München
Begrüßung: Dr. Karin Schnebel, Dr. Andrea Taubenböck
Ansprache: Migrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung Martin Neumeyer (MdL)
Workshopeinheiten: je 5 Workshops parallel

  • Erste Workshopeinheit: 13.00 – 14.30 Uhr
  • Zweite Workshopeinheit: 15.00 – 16.30 Uhr
  • Dritte Workshopeinheit: 17.00 – 18.30 Uhr

Vorstellung im Plenum: 18.30 – 19.15 Uhr (Plakatvorstellung, Vorstellung der Musikprojekte)
Abendessen: 19.15-20.00 Uhr
Abendprogramm: 20.00 – 21.30 Uhr
Teilnehmer: 60 – 80 Jugendliche und junge Erwachsene (Zugewanderte und Einheimische)
Ort: Evangelische Stadtakademie München

Workshops

Alle Workshops sollen Foren schaffen, in denen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen begegnen. Insgesamt wird es 15 Workshops geben.

Politische Workshops:

1.) Heimat, Flucht und Ankunft in Europa (Europäische Akademie Bayern)
Workshop zur europäischen Politik
Nichts polarisiert die Weltpolitik und unsere Gesellschaft seit vielen Monaten so sehr wie die Themen Flucht und Asyl. Warum verlassen viele Menschen ihre Heimat? Wie kann eine faire Flüchtlingspolitik gestaltet werden? Welche Regelung bestehen derzeit in der EU und wie werden diese umgesetzt? In diesem Workshop werden Fluchtursachen beleuchtet und die aktuelle europäische Flüchtlings- und Asylpolitik diskutiert.

2,) Kollektivismus oder Individualismus? (GIM)
Workshop zum Thema Gemeinsamkeiten oder Unterschiedlichkeiten
In welchen Kulturen ist Kollektivismus oder Individualismus stärker ausgeprägt? Wie können wir es schaffen, dass wir uns hier alle wohlfühlen? Inwiefern ist es sinnvoll, dass wir gleich denken? Hier soll darüber reflektiert werden, wo wir miteinander gemeinsame Werte finden könnten und welche uns voneinander unterscheiden. Wie kann mit diesen Differenzen umgegangen werden?

3.) Wir in Europa – was ist damit gemeint? (Europäische Akademie Bayern)
Workshop zu den Grundlagen der Europäischen Union
Was ist eigentlich Europa? Wo endet Europa? Und was hat die EU damit zu tun? In diesem interaktiven Workshop erfährt man vieles über die grundlegenden Werte, die geschichtliche Entwicklung Europas oder wie die Europäische Union funktioniert und was das mit unserem Alltag zu tun hat.

4.) Wie funktionieren Wahlen? (GIM)
Workshop über das Funktionieren unserer Demokratie
Hier sollen die grundlegenden Regeln unseres demokratischen Systems erläutert werden. Es soll auch erklärt werden, wie man selbst politisch aktiv werden kann. Auch soll überlegt werden, wie politische Diskussionen geführt werden und wie man sich selbst beteiligen kann.

5.) Politik wagen und Weiterdenken (Netzwerk Politische Bildung Bayern)
Workshop zum Thema Politikverdrossenheit
Dies ist eine Herausforderung für alle, die in diesem Land wohnen. Was ist für uns Demokratie und wie können wir uns einbringen? Gibt es eine „richtige“ Meinung? Wie kann man mit gegensätzlichen Ansichten umgehen? Mit dem Argumentationstraining wird die Begegnung mit Politik eingeübt und kontrovers diskutiert.

6.) Demokratie lernen (Netzwerk Politische Bildung Bayern)
Workshop zum Thema Demokratie
Welche unterschiedlichen Ausprägungen hat Demokratie? Was ist eine neutral-liberale, eine wertorientierte liberale Demokratie, eine soziale, sozialistische, multikulturelle, nationale und feministische Demokratie? Durch neue Überlegungen und Haltungsveränderungen soll die Lust geweckt werden, eine aktive Rolle bei der Gestaltung von Demokratie zu übernehmen. Die Teilnehmenden werden hinsichtlich ihrer eigenen Verantwortung sowie ihrer Gestaltungsmöglichkeiten im eigenen Umfeld hinterfragt und gleichzeitig bestärkt.

Gesellschaftliche Workshops:

7.) Was kann ich tun? – Möglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements (Münchner Freiwillige –  Wir helfen e.V.)
Workshop zum Thema ehrenamtliches Engagement
Was bedeutet Engagement und welche Möglichkeiten gibt es sich zu engagieren? Es werden die unterschiedlichen Wege aufgezeigt, sich gesellschaftlich einzubringen und auch Integration zu befördern. Ehrenamtliche berichten von ihrem Engagement und praktische Tipps erleichtern das Verstehen der Strukturen und die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement in Deutschland.

8. + 9.) „Ländercafe“ (Diakonie Jugendhilfe Oberbayern)
Ländertische – gegenseitiger Austausch
Hier berichten Jugendliche aus verschiedenen Ländern von ihren Erlebnissen. Welche Vorstellungen haben wir vom jeweils anderen Land? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten haben die Kulturen aus Sicht der Jugendlichen? Wie empfinden Jugendliche das Leben in Deutschland und vor welche Herausforderungen sind diese gestellt? Welche Bedeutung hat die Jugendhilfe für die Geflüchteten?

10. + 11.) Christen und Muslime in Deutschland (Eugen-Biser-Stiftung)
Ziel ist der Gewinn an Kompetenzen des interkulturellen Verstehens und des Austausches
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten gemeinsam mit christlichen und islamischen Referentinnen und Referenten, wie der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser Traditionen erfolgreich sein kann, welche Herausforderungen entstehen und wie man gemeinsame Ziele formulieren kann.

12.) Stop crying, start doing! (ProjectTogether)
Ziel ist es, miteinander Projekte zu entwickeln und durchzuführen
Viele junge Menschen wollen etwas bewegen – vom Fußballtraining für Zugewanderte bis hin zur Realisierung eines gemeinnützigen Projektes. Oft bleibt es jedoch bei der Idee. ProjectTogether hat die strategische und methodische Expertise, die Umsetzung von Ideen aktiv zu unterstützen. Die Projektteams werden individuell von ausgebildeten ProjectCoaches begleitet, welche auch nach dem Workshop via Telefon-Coaching unterstützen werden.

Musikalische Workshops:

13.) Zusammen leben? Gemeinsame Musik (AsylArt)
Musikperformance entwickeln
In diesem Workshop wird über ein musikalisches Spiel mit kurzen Theaterszenen eine Musikperformance mit politischen Themen spontan entwickelt. Dabei können alle ihre Ideen einbringen oder sich inspirieren lassen.

14.) Zusammenkommen durch musikalische Improvisationen (AsylArt)
Tanz zu politischen Themen
Hier werden syrische Trommelmusik und andere rhythmische Umsetzungen zusammen mit Tanz dazu verwendet, Probleme, die das Leben in der Fremde aufwirft, darzustellen.

15.) Musikalische Improvisationen mit Instrumenten (AsylArt)
Das Spiel auf Instrumenten ohne spezielle Technik und Vorkenntnisse
Mit Instrumenten werden hier Dialoge entwickelt, die die Lebensweise und Denkweise unterschiedlicher Kulturen aufzeigen. Es soll damit eine Bewusstwerdung und eine konkrete Vorstellung vom Leben in anderen Kulturen stattfinden.

Organisationsstruktur

Die Projektlaufzeit beginnt am 01.10.2016 und dauert bis zum 30.09.2018. Die öffentlichkeitswirksame Umsetzung des Projektes beginnt mit dem Auftaktkongress am 18.03.2017. Nach dem 18.03.2017 finden Fortbildungen (gesamt 18 Workshops zu je 4 Unterrichtseinheiten) für die Dauer von einem Jahr statt. Sie dienen dazu, junge Menschen als Multiplikatoren auszubilden, die dann selbst Workshops für einheimische und geflüchtete junge Menschen anbieten können. Die Dokumentation des Projekts erfolgt durch die Erstellung eines wissenschaftlichen Sammelbands sowie durch eine Internetseite. Im Frühjahr 2018 wird ein Folgekongress stattfinden, bei dem die ausgebildeten Multiplikatoren selbst Workshops leiten sollen.

Zeitplanung

Projektphase 1: Detailkonzeptionierung und erster Durchlauf des Integrationskongresses

  • 01.10.2016: Projektbeginn

– Treffen der Projektpartner
– Detailkonzeptionierung
– Erstellung der Internetseite
– Öffentlichkeitsarbeit

  • 18.03.2017: Integrationskongress mit Workshops (Evangelische Stadtakademie München)

Projektphase 2: Dokumentation, Publikationen und Fortbildungen

  • Bis 31.10.2017: Erstellung eines wissenschaftlichen Sammelbandes
  • Bis 31.12.2017: 18 Fortbildungen von Multiplikatoren (junge Menschen) zu je 4 Einheiten
  • Ab Herbst 2017: Angebot der Workshopformate von Dozentinnen und Dozenten für Schulen, politische Bildungseinrichtungen, Jugendgruppen, etc.

Projektphase 3: Sicherung der nachhaltigen Wirksamkeit des Projekts

  • Frühjahr 2018: Zweiter Integrationskongress
  • Bis 30.09.2018: Veröffentlichung und Verbreitung von Projektergebnissen, z.B. in Form von Handreichungen, Unterrichtsmaterialien, weiteren Publikationen; Workshops der fortgebildeten Multiplikatoren für junge Menschen jeglicher Herkunft

Evaluation

Die Stiftung Wertebündnis Bayern finanziert die Evaluation der Gesamtinitiative für Integration und Toleranz sowie aller Einzelprojekte. Die am Projekt „Selbstbestimmung und Integration“ beteiligten Partner kalkulieren Zeitbudgets für die Kooperation mit dem Evaluationsteam ein und tragen zum Gelingen einer aussagekräftigen Evaluation bei.

 

Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu gewährleisten, werden junge Menschen nach dem Auftaktkongress dazu befähigt, Workshops selbst durchzuführen. Dafür sollen auch Zugewanderte gewonnen werden. Ein Folgekongress soll Anstoß für die weitere Vertiefung und Ausweitung der politisch-gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Integrationsthematik geben. Das Projekt wird durch fachliche und didaktisch-pädagogische Beiträge auf der Internetseite und durch einen wissenschaftlichen Sammelband dokumentiert.

JFF – Institut für Medienpädagogik

Arnulfstr. 205
80634 München

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Fax: +49 89 68 98 91 11
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Projekthomepage: www.aktiv-gegen-vorurteile.de

Event Selbstbestimmung und Integration am 18.03.2017 in München